Klosterkirche Marien auf Marienstein

Seit 1105 gab es in Marienstein ein Benediktinerkloster, an der Stelle einer schon 150 Jahre vorher errichteten Kapelle. Das Kloster hatte nur wenig Ländereien und musste ständig mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen. Vollständig erhalten ist aus dieser Zeit nur noch die romanische Krypta, weil sie über Jahrhunderte ein Schattendasein führte, meistens als Lagerraum. Sie wurde 1987 durch die Klosterkammer in Hannover, der die Kirche gehört, restauriert. Auf sie weist das Schild "Straße der Romanik" hin.

                                                                                                                                                                                                                                                                        

 

 

1620 wurde Marienstein evangelisch. In den Wirren des 30jährigen Krieges wurden die Kirche, das Kloster und der Ort Nörten 1626 völlig zerstört. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die Gutsgebäude errichtet, 1725 die Barockkirche fertig gestellt, beides unter der Leitung von Fritz Dietrich von Hardenberg aus einer Linie der Nörtener Hardenberger. Ein verschnörkeltes Wappen über der Gutspächterloge (Prieche) der Kirche weist darauf hin.


Die Kirche ist in schlichtem barocken Stil errichtet. Bemerkenswert ist der hölzerne Kanzelaltar. Er stellt das in den Mittelpunkt, was den protestantischen Gottesdienst ausmacht: Die Verkündigung des Wortes Gottes, und jeder, der die Kirche betritt oder sich hinsetzt, sieht dort hin. Die Barockorgel (um 1735) kommt aus der Werkstatt des Göttinger Orgelbauers Gloger. Sie wurde 1978 gründlich überholt. Der ursprünglich romanische Taufstein steht im Landesmuseum in Hannover; der jetzt benutzte Marmor-Taufstein stammt aus dem 17. Jahrhundert.

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