Aus der Geschichte der St.Georg-Kapelle

                     

                                                                     Historischer Entwurf der Kapelle

 

Die Entstehung der evangelischen und katholischen Gemeinden Bishausens liegt in wechselhafter Geschichte weit zurück. Die ursprüngliche Kapelle hatte ihren Platz in der Mitte des damaligen Dorfes, wurde von beiden Konfessionen genutzt, ebenso wie der Gottesacker an der Kapelle.

 

Nachdem die alte Kirche baufällig geworden war, benötigte es lange Zeit, bis eine neue Kapelle gebaut werden konnte. Der alte Bau wurde abgerissen; die Glocke aus der alten Kapelle wurde in die neue übernommen. Symbolträchtig und praktisch wurde das Stein-Material als Fundament für die neue Kapelle verwendet.

Das Geld für die neue Kapelle wurde im Wesentlichen gespendet, die offenen Beträge wurden durch die Klosterkammer und den Gustav Adolf Verein finanziert.

Da die Gemeinde sehr arm war, fiel die Einrichtung sehr schlicht aus, Altargeräte und andere Ausstattungsgegenstände wurden von Nachbargemeinden gestiftet. Die Orgel ist so alt wie die Kirche. Sie wurde von Prinz Ernst August von Hannover gespendet.

 

Die heutige St.Georgs-Kapelle wurde in den Jahren 1882/1883 nach Plänen des Baurats Hase erbaut und am 25.11.1883 eingeweiht. Sie ist ganz schlicht im neogotischen Stil errichtet, 19 m lang, hat ca. 130 Sitzplätze. Der Turm ist 25 m hoch.

 

Oben im Turm hängen zwei Glocken. Die Vorgängerinnen wurden in den Weltkriegen für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Die kleine Glocke (115 kg) wurde 1933 ersetzt und trägt die Inschrift: "Die alte Glocke nahm des Krieges Sturm/statt ihrer klingt fortan mein Ruf vom Turm./Vor 50 Jahren ward dies Haus geweiht/Gott führe Deutschland gnädig durch die Zeit." Die große Glocke (220 kg) wurde 1956 gegossen. Ihre Inschrift lautet: "Land, Land, Land, höre des Herrn Wort." (Jeremia 22, 29).

 

In einem großen Festakt wurde 1956 eine neue Glocke geholt, hochgezogen und geweiht.

1960 fand eine Innenerneuerung statt: Der Altar wurde neu gestaltet, die Decke verschalt, neue Fenster eingesetzt, die Beleuchtung erneuert.

1999 wurde der Innenraum renoviert und dabei die alte Farbgebung wieder angebracht. Auch der Spruch über dem Triumphbogen wurde wieder aufgemalt: "Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit".

Eine weitere, aufwendige Renovierung der Kapelle an Wänden, Decke und Bänken wurde in 2000 notwendig.

Die Renovierung von Altar, Kanzel und Orgel ist aus finanziellen Gründen noch offen.

 

Seit 2001 leistet den Glocken ein Turmfalkenpaar Gesellschaft, das in einem eigens dafür angebrachten Kasten nistet.

 2008 haben wir in einem wunderbaren Dorffest das 125-jährige Kapellenjubiläum gefeiert.

 

Der "Mulape" am Turm der Kirche – auch ein Spitzname für die Bishäuser – ist ein Wasserspeier. Der Kopf soll wohl einen Löwen darstellen.

 

Gottesdienst feiern wir hier jeden 2. und 4. Sonntag um 10.30h. Termine finden Sie hier.